Schlossremise Stadthagen

Nach dem Zweiten Weltkrieg tagte im Obergeschoss regelmäßig der Kreistag des Kreises Schaumburg-Lippe.

Wer vor der Schlossbrücke steht beziehungsweise durch das Portal wieder aus dem Schloss kommt, kann die ehemalige Remise auf der anderen Seite der Kopfsteinpflasterstraße kaum übersehen. Dieses im Stil der Weserrenaissance erbaute Gebäude-Ensemble besteht aus einem Kavalierhaus und – rechts daneben – aus dem sogenannten Marstall. Beide Bauwerke stammen aus dem 16. Jahrhundert.

Das Haus mit dem steilen Sandstein-Giebel direkt am Schloss-Parkplatz ist um 1535 errichtet worden. Es war Teil des Marstalls, in dem die zahlreichen Pferde des Fürstenhauses untergebracht und versorgt worden sind. Mehrere Jahrhunderte wurde das von den Stallungen etwas abgesetzte Gebäude als Viehstall genutzt, später diente es als Gesindehaus: Das heißt, hier war das für die Pferdeversorgung und -verwaltung des Fürstenhauses verantwortliche Personal untergebracht – auch die Kutscher.

Schlossremise

Schlossremise

Schlossremise

Schlossremise

Schlossremise

Über die Nutzung während des 19. Jahrhunderts lässt sich nur wenig sagen. Diese Epoche ist heute selbst für Historiker nur noch schwer nachvollziehbar. Bekannt ist, dass um 1880 ein grundlegender Umbau vorgenommen wurde, ohne den für Stadthagen typischen Weserrenaissance-Charakter zu zerstören.

Einen ganz besonderen Hingucker gibt es übrigens auch: die alte Sonnenuhr aus dem Jahr 1497. Sie zeigt in südliche Richtung zum Museum Amtspforte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg tagte im Obergeschoss regelmäßig der Kreistag des Kreises Schaumburg-Lippe. Dieser wurde 1948 aus den bis dahin selbstständigen Kreise Bückeburg und Stadthagen gebildet. Aktuell haben in dem mehrfach umfassend sanierten und modernisierten Gebäude mehrere Unternehmen Büroräume angemietet.

Schlossremise Stadthagen

Obernstraße 33a
31655 Stadthagen

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