Schloss Stadthagen

Bis 1607 diente das Schloss dem Schaumburger Grafen als Residenz.

Dieses Bauwerk gilt als das älteste und bedeutendste Schloss der Weserrenaissance in ganz Niedersachsen. Entstanden ist die Anlage Anfang des 16. Jahrhunderts. Bis 1607 diente das Schloss dem damaligen Schaumburger Grafen als Wohnsitz und Residenz. Später wurde es Witwensitz und Wohnsitz des Erbprinzen.

Das prächtige Gemäuer wird durch stattliche Bogengiebel geschmückt, die mit Kugeln besetzt sind. Seit 1919 befindet sich das Areal im Staatseigentum. Heute hat das Finanzamt Stadthagen seinen Sitz in dieser Vierflügelanlage mit ihrem rechteckigen Innenhof.

Für Besucher zugänglich und besonders reizvoll ist der mit einer Mauer umgebene alte Schlosspark mit seinen verschlungenen Wegen, vielen schönen Baumgruppen und einem herrlichen Blick auf das Schloss.

Errichtet wurde es ab 1534 in zehnjähriger Bauzeit. Anno 1873 wurde der ursprünglich vorhandene Schlossgraben eingeebnet, während kurz darauf die ehemalige Zugbrücke einem festen Übergang in den Innenhof weichen musste. Lediglich Reste des Schlossgrabens sind noch zu erkennen.

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Schloss 3

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Schloss 11

Interessant sind die im Südflügel befindlichen Prunkkamine des flämischen Bildhauers Arend Robin: Es handelt sich um einen Kamin mit dem Relief „Triumph der Elemente“, einen zweiten mit dem Relief „Vier Jahreszeiten“ (beide von 1576) und den jüngsten mit dem Relief „Der Triumph des Bacchus“ (von 1604).

Wer aus dem Innenhof kommend durch das Portal über die Brücke nach außen geht, sieht links das – gleichermaßen im Stil der Weserrenaissance erbaute – Kavalierhaus und rechts das ebenfalls aus dem 16. Jahrhundert stammende Marstallgebäude. Sehenswert ist darüber hinaus auch eine alte Sonnenuhr aus dem Jahre 1497 an der Ecke des Remisengebäudes.

Schloss Stadthagen

Obernstraße 44
31655 Stadthagen

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groeger

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